








Die Ausbildung an der Berufsschule für Fahrzeugtechnik umfasst weit mehr als das Erlernen technischer Fertigkeiten rund um Fahrzeuge, Motoren und moderne Mobilität. Ebenso wichtig ist es uns, junge Menschen zu verantwortungsbewussten, reflektierten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu bilden. Im Fach Politische Bildung setzen sich die Schüler:innen der 2. Klassen intensiv mit den Themen Demokratie, Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen auseinander. Gerade diese Inhalte lassen sich besonders nachhaltig vermitteln, wenn sie nicht nur im Klassenzimmer behandelt, sondern auch an historischen Orten erfahrbar gemacht werden. Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen stellte daher eine wichtige und eindrucksvolle Ergänzung zum Unterricht dar.
Am 20. Oktober 2025 besuchten insgesamt 47 Schüler:innen der Klassen 2PE, 2NB und 2PN gemeinsam mit ihren Lehrpersonen – Frau Klöpfer, Frau Schuhajek und Herrn Crnov – die KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreich. Um 7:30 Uhr machten wir uns mit einem Reisebus auf den Weg. Bereits während der Fahrt bereiteten wir die Schüler:innen mit einer ORF-Dokumentation aus der Videothek auf den Besuch vor. Die Dokumentation vermittelte eindrucksvoll, wie das Lager entstanden ist, welche grausamen Verbrechen dort begangen wurden und welche Verbindungen es zur Stadt Wien und zum Umland gab – unter anderem durch die Verwendung der im Steinbruch gebrochenen Steine für verschiedene Bauprojekte.
In den beiden Unterrichtseinheiten vor der Exkursion hatten sich die Schüler:innen bereits intensiv mit den Themen Grund- und Menschenrechte sowie Menschenrechtsverletzungen auseinandergesetzt. Diese inhaltliche Vorbereitung machte sich deutlich bemerkbar: Während des zweistündigen geführten Rundgangs waren die Schüler:innen sehr aufmerksam, stellten zahlreiche Fragen und konnten viele der Fragen des Guides kompetent beantworten.
Der Besuch dieses historischen Ortes war für alle sehr eindrucksvoll und zugleich bedrückend. Sich vor Augen zu führen, dass vor weniger als 100 Jahren an genau diesem Ort unvorstellbares Leid geschehen ist, hat die gesamte Gruppe sichtlich bewegt.
Nach dem Rundgang kehrten wir für ein gemeinsames Mittagessen bei McDonald’s ein – nicht die gesündeste Wahl, aber praktisch am Heimweg gelegen und mit ausreichend Platz für unseren Reisebus. Auf der Rückfahrt nutzten viele Schüler:innen die Gelegenheit, sich etwas auszuruhen. Für die übrigen zeigten wir einen Sportfilm, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Die Fahrt verlief angenehm, und am späten Nachmittag kamen wir wohlbehalten wieder an der Schule an.
Fazit:
Die Exkursion hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir hoffen, dass die Schüler:innen viele bleibende Eindrücke und Erkenntnisse mitnehmen konnten – und dass der Besuch dazu beiträgt, das Bewusstsein für Menschenrechte, historische Verantwortung und gesellschaftliche Wachsamkeit weiter zu stärken.
